AutorViktoria bleibt Viertel!

DGB-Kreisvorstand Bonn/Rhein-Sieg zur Initiative „Viktoria bleibt Viertel!“

Der DGB Kreisvorstand Bonn/Rhein-Sieg äußert sich in einem Positionspapier positiv zu unserer Erklärung.

Quartiere müssen nach den Bedarfen der dort wohnenden, arbeitenden und lebenden Bürgerinnen und Bürger gestaltet werden. […]

Bernd Weede, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB Kreisvorstand Bonn/Rhein-Sieg erklärt: „Wir haben in unserem Papier den Fokus auf den Einzelhandel und den Wohnraumbedarf in Bonn gerichtet. Ein Konzept für das Viktoriaviertel, das unter Beteiligung der vor Ort handelnden und lebendenden Personen entsteht, könnte eine Profilbildung für den dortigen Einzelhandel begünstigen. Außerdem begrüßen wir den Vorschlag des nachbarschaftlichen Wohnens im innerstädtischen Viktoriaviertel. Gemeinschaftliche Wohnformen können, besonders in Zeiten des demographischen Wandels und explodierender Mieten, eine mögliche Antwort auf das Problem des fehlenden und für viele nicht mehr bezahlbaren Wohnraum sein.“

Damit unterstützt der DGB Kreisvorstand unsere Kernforderungen nach bezahlbarem Wohn- und Arbeitsraum im Viktoriaviertel. Im Positionspapier wird kritisiert, dass eine einseitige Ausrichtung auf Einzelhandel die Innenstädte schwächt:

Viele Innenstädte haben erheblich an Attraktivität eingebüßt. Individualität schwindet: Die Cities werden immer uniformer, überall gibt es die gleichen globalen Ankermieter. […]

Standortsicherheit über Quantität zu erreichen, ist der falsche Weg. Entscheidend ist vielmehr, die Einzelhandelsstandorte über Qualität und Profilbildung zu sichern. Ein wesentliches Hindernis sind die hohen Gewerbemieten in zentralen Lagen, die dafür sorgen, dass sich eher große Handelsketten ansiedeln und der kleine Facheinzelhandel mehr und mehr verdrängt wird.

Zum Wohnraumbedarf äußert sich der Kreisvorstand wie folgt:

Die Stadt benötigt dringend bezahlbaren Wohnraum. Gemeinschaftliche Wohnformen können, besonders in Zeiten des demographischen Wandels und explodierender Mieten, eine mögliche Antwort auf das Problem sein.

Wir freuen uns, dass wir auch beim DGB Kreisvorstand auf Zustimmung treffen. Wir sind überzeugt davon, dass eine Profilbildung im Einzelhandel nur über funktionierende Stadtquartiere funktionieren kann. Lebendige Sozialstrukturen und eine angepasste Mischnutzung sind im Viktoriaviertel schon heute vorhanden. Wir möchten das Potenzial weiter ausschöpfen und das Viktoriaviertel zu einem einzigartigen Quartier weiter entwickeln. Die lebendige Bonner Zivilgesellschaft legt hier den Grundstein für ein nachhaltiges Viertel zwischen Universität, Internationalen Organisationen und der Bonner Zivilgesellschaft.

Mehr Informationen unter: https://koeln-bonn.dgb.de/-/BmG

Wie weiter im Viktoriaviertel?

Auf unserer Kundgebung am 29.4. haben wir angekündigt ein detailliertes Nutzungskonzept für das Viktoriaviertel zu entwickeln. Wir nehmen uns dafür mehr Zeit als 1,5 Stunden, soviel Zeit gab es für inhaltliche Diskussionen im derzeit laufenden Bürgerbeteiligungs-Verfahren. Aufbauend auf den Ergebnissen der Viva Werkstatt wollen wir ein solidarisches und gemeinschaftliches Zusammenleben stärken. Wir wollen in unserer Stadt nicht nur KonsumentInnen sein, ein Wandel hin zu nachhaltigen Lebens-, Arbeits-, und Konsumformen ist dringend geboten. Klaus Töpfer, der ehemalige Direktor des UN Umweltprogramms hat dies im vergangenen Jahr hier in Bonn angemahnt. Wir denken, dass das Viktoriaviertel Bonns erstes Nachhaltigkeitsviertel werden kann. Weiterlesen

Ist das Viktoriaviertel noch zu retten? (Und wie partizipativ ist die Bürgerwerkstatt?) [bonnimwandel.de]

Vor zwei Jahren wurde der Viva Viktoria e.V. gegründet. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht allzu viel über die Pläne für das Viertel und die sich abzeichnenden Auseinandersetzungen. Erstaunt war ich dann im Herbst 2015 über die Präsenz der Initiative auf den Straßen. In Bonn? So viel Einsatz und Elan? Ich war wirklich überrascht, das hätte ich – ehrlich gesagt – nicht erwartet. Und es freut mich sehr, dass ich eines Besseren belehrt wurde!

Endspurt Beteiligungsphase der Bürgerwerkstatt

Am Samstag, den 29.4. findet die letzte offene Veranstaltung der Bürgerwerkstatt statt. Lasst uns dort zeigen, was wir uns für unsere Stadt wünschen!

  • 11:00 Uhr: Offenes Atelier in der Rathausgasse 6
  • 13:00 Uhr: Kundgebung vor dem ehemaligen Blow-Up und Küche für Alle!
    • Mit Redebeiträgen von AnwohnerInnen, Gewerbetreibenden und aktiven BonnerInnen
    • Vorstellung der gemeinsamen Erklärung
  • 14:00 Uhr: Bürgerwerkstatt in der Aula des Uni-Hauptgebäudes

Am Mittwoch, den 26.4. laden wir ein zur Diskussionsveranstaltung:

  • Was können Bonner Initiativen für das Viktoriaviertel tun? Diskussion und Austausch um 19:00 Uhr in der Rathausgasse 6

Bonn ist reich an selbstorganisierten Initiativen, die diese Stadt lebenswerter machen möchten. Was können wir tun um sichtbarer zu werden und eine aktive Rolle in Stadtentwicklungsprozessen zu spielen? Egal ob im Viktoriaviertel oder anderswo in Bonn – Es gibt viele Baustellen, an denen wir gemeinsam besser zusammen arbeiten können! Für unser Recht auf Stadt.

Wir freuen uns euch zu sehen!

Viva Werkstatt – Nachhaltige Ideen für das Viktoriaviertel [bonnimwandel.de]

Neuer Lack für die altehrwürdige Maschine „Viktoriaviertel“ [viva-viktoria.de]

Mein Viktoriakarree, persönlich & politisch [welovepubs.de]